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Familienpaten 2019 – „Alleinerziehend, aber nicht allein“

Vor ca. drei Jahren hat der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Freiburg/Breisgau Hochschwarzwald (DKSB) das Projekt „Familienpaten“ ins Leben gerufen, um Familien in schwierigen Lebenssituationen eine kostenfreie und wirksame Alltagshilfe geben zu können. Da das Projekt im Bereich der Frühen Hilfen angesiedelt ist, können nur solche Familien unterstützt werden, in denen mindestens ein Kind unter vier Jahren lebt. Die breite Akzeptanz bei Betroffenen – dies zeigen die Beteiligungszahlen unserer Statistik und die derzeitige Warteliste  -  gründet sich auf die Empathie und die Kompetenz der Patinnen und Paten, ihre Lebenserfahrung und Alltagsnähe und das konstruktive Miteinander. Für viele Familien ist zudem wichtig, dass es sich bei unserem Angebot nicht um eine Maßnahme eines Jugendamtes handelt.

Die Dauer der Unterstützung beschränkt sich auf ein halbes bis ein Jahr. In dieser Zeit gelingt es in der Regel, dass Mütter, Väter und deren Kinder ihren Alltag selbständig und gestärkt ohne fremde Hilfe weiterführen können.

Aus Fachkreisen erhalten wir für das Projekt viel Lob. Betont wird die rasche und unbürokratische Hilfestellung mit ihrem vorbeugenden Charakter. Familienpaten unterstützen, bevor eine schwierige Lebenslage zur Notlage wird. Sie nehmen nicht nur die Schwierigkeiten wahr, sondern auch die vorhandenen Stärken und Veränderungspotentiale und geben die Verantwortung für die Gestaltung der Situation von Anfang an kontinuierlich zurück an die Familie.

In diesem Jahr (2019) wird das Projekt „Familienpaten“ in der bisherigen Angebotsform weiter bestehen, sich jedoch schwerpunktmäßig auf Alleinerziehende konzentrieren und dem Motto „Alleinerziehend, aber nicht allein“ folgen.

Programm „family bridge“ –
Patinnen für junge Familien mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund

Seit Herbst letzten Jahres bereiten wir ein weiteres Projekt mit Namen „family bridge“ vor. Dieses hat eine ähnliche Zielrichtung, wendet sich jedoch ausschließlich an junge Familien mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund. Diese benötigen Hilfen, die ihnen das Ankommen und Zurechtfinden in einer sehr neuen Umwelt und Gesellschaft erleichtern. Die Helferinnen von family bridge stellen sich wie die Familienpaten ehrenamtlich zur Verfügung.    Am Ende des gemeinsamen Weges soll nach Möglichkeit auch eine berufliche Orientierung stattgefunden haben bzw. ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden sein.  

Auch im Projekt „family bridge“ sind die Unterstützerinnen den Prinzipien des helfenden Handelns verpflichtet: Allen Beteiligten mit Wertschätzung und Transparenz zu begegnen, ein echtes Interesse für die Not und die Sichtweise der Frauen zu entwickeln, ihre Veränderungspotentiale wahrzunehmen, Selbstbestimmung zu achten und die Verantwortungsübernahme für das eigene Leben zu stärken.

 Basisausbildung + Spezialisierung = Not(fall)helfer

Beide Projekte sind Antworten auf die vielfältigen Bedürfnis- bzw. Notlagen, die jede Familie einmal treffen kann, gleichgültig, ob wirtschaftliche, gesundheitliche, psychische oder andere Gründe dafür verantwortlich sind. Immer dann, wenn es einmal nicht gelingt, aus eigener Kraft eine schwierige Lebenslage zu bewältigen, stehen unsere Not(fall)helfer zur Verfügung.

Das Kernteam der Not(fall)helfer besteht aus einer Gruppe von ca. 14 Personen, lebenserfahrene, empathische, ehrenamtlich tätige Menschen,  die sich nach einer Basisausbildung durch den DKSB  auf eine der beiden Zielgruppen konzentriert haben. Sie qualifizieren sich gezielt entweder für das Projekt „family bridge“ oder „Alleinerziehende, aber nicht allein“.

Meist sind es Frauen, die sich für diese Tätigkeit entscheiden. Für das Projekt Familienpaten sind uns aber auch Männer sehr willkommen.

Im Rahmen des Projektes „family bridge“ suchen wir vorrangig Frauen, die selber aus einem Land kommen, in dem sie nicht länger geschützt leben konnten und aus eigener Erfahrung wissen, welche Schwierigkeiten sich bei dem Neuanfang in einer fremden Kultur und Gesellschaft ergeben können.

Möchten Sie Ihre Erfahrung, Empathie und Zeit in die Projekte einbringen?

Wir würden uns freuen, wenn Sie eines dieser beiden Projekte so interessant und lohnend finden, dass Sie sich als Helfer*in ausbilden lassen wollen.

Informationsabend: 04. Februar 2019, um 19.00 Uhr

in der Kartäuserstraße 49a, 79102 Freiburg

Wir beginnen im März mit der ersten gemeinsamen Ausbildungseinheit. Genauere Informationen bekommen Sie über die Geschäftsstelle – Frau Schempp, Telefon: 0761 71311.

Frau Birgit Genz, Koordinatorin family bridge

Frau Claudia Oertel, Koordinatorin Familienpaten

 

 

Familienpaten begleiten und stärken

Im Familienalltag alles unter „einen Hut“ zu bringen, ist eine große Aufgabe. Denn die „ganz normalen“ Herausforderungen und Aufgaben, vor denen Mütter, Väter und andere Erziehungsberechtigte heute stehen, sind vielfältig und werden häufig von unvorhergesehenen, besonderen Ereignissen und Situationen begleitet.

Unser Angebot:

Familienpaten des Kinderschutzbundes unterstützen, z.B. wenn 

  • mehrere Geschwister gleichzeitig Aufmerksamkeit brauchen
  • Freunde und Familie weit weg sind
  • ein Gang zum Arzt, zu einer Behörde oder eine sonstige Verpflichtung ansteht
  • Sie einmal ungestört einkaufen wollen
  • Sie mit jemandem über die Erziehung oder die Alltagsorganisation sprechen möchten
  • Sie Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten brauchen


Familienpaten arbeiten ehrenamtlich. Sie werden vom Freiburger Kinderschutzbund auf ihre Aufgabe gut vorbereitet und von einer Fachkraft begleitet. Sie sind keine Haushaltshilfe.

Familienpaten sind Frauen und Männer, die Freude am vertrauensvollen Umgang mit Familien haben und bereit sind, diese möglichst einmal wöchentlich in ihrer Alltagssituation zu unterstützen.


Voraussetzung für eine Patenschaft: Eines der Kinder ist unter 4 Jahren und die Familie hat ihren Lebensschwerpunkt in Freiburg.

Wenn Sie unsere Unterstützung möchten, klären wir mit Ihnen, welchen Bedarf Sie haben. Danach vermitteln wir den Kontakt zwischen Ihnen und der Patin/dem Paten.

Kosten: Eine solche Patenschaft ist für Sie kostenlos und dauert je nach Vereinbarung maximal ein Jahr.

Unser Ziel: Familien stärken und gemeinsam Lösungswege finden

Wir unterliegen der Schweigepflicht; nichts von dem was Sie uns anvertrauen wird weitergegeben.

 

Downloads:


Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit? Informationen über die nächste Familienpatenschulung finden Sie hier. 

Das Projekt wird unterstützt und gefördert durch die Stadt Freiburg und durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.